
Richtig kalkulierte Produkte entscheiden, ob dein Unternehmen ein Erfolg wird oder nicht. Denn nur wenn du deine Produkte richtig kalkuliert hast, kannst du
- deine Preise selbstbewusst vertreten
- sind deine Kosten alle gedeckt
- machst du Gewinn um weiter investieren zu können
Die Profis unter sich reden beim kalkulieren von den Fixen, Variablen und Mischkosten. Wir in der Industrie mit vielen Maschinen und einigen Angestellten haben auch genau diese Untergliederung benötigt. Damit du weißt von was ich spreche erklär ich dir kurz die drei Begriffe.
Wie du deine Lohnkosten berechnet, darauf gehe ich weiter unten ein.
Was sind Fixkosten?
Unter den Fixkosten versteht man alle Kosten, die jeden Monat anfallen und in der Regel immer gleich hoch bleiben, egal ob und wie viel du fertigst.
Fixe Kosten wären daher zum Beispiel:
- Mietkosten
- Lohnkosten für dich und Angebstellte
Was sind variable Kosten?
Zu den variablen Kosten gehören alle Kosten die Anfallen wenn du produzierst, also zum Beispiel die Materialkosten.
Was sind Mischkosten?
Unter den Mischkosten versteht man anfallende Kosten die jeden Monat anfallen, aber bei hohem Produktionsaufkommen steigen können. Als Beispiel wäre hier der Strom, du hast Monatlich deinen Abschlag den du zahlen musst wenn du aber mehr Produzierst benötigst du mehr als der Abschlag war und hast somit höhere Kosten.
Ich hoffe ich konnte dir die drei Begriffe etwas näher bringen.
Kommen wir jetzt zu deiner Kalkulation. Zu allererst solltest du dein Stundenlohn einmal durch rechnen. Überlege dir einmal nur zum Spaß was du in der Stunde gerne verdienen möchtest bevor du beginnst zu kalkulieren. Ich bin gespannt wie nah oder auch fern dein Wunsch und dein Tatsächlicher Preis liegt.
Um deinen Lohn nun zu berechnen, benötigst du alle deine Fixkosten (wie wir gerade gelernt haben sind diese alle Kosten die jeden Monat anfallen). Da manche Fixkosten nicht jeden Monat anfallen solltest du dir dein ganzes Jahr anschauen und die Jahres-, Halbjahres- und Vierteljährlichen Beträge auf ein Monat runter brechen.
Ein paar Beispiel die auch bei dir immer wieder anfallen:
- Miete/Kredit für Wohnung/Haus
- ggf. Miete für Arbeitsplatz
- Versicherung (Auto, Haftpflicht, Zahn, Lebensversicherung;...)
- Lebensmittel
- Sprit
- Steuern Auto
- Steuern Business
- Krankenversicherung
- Programme (Webseite, Newsletterprogramm,....)
- Strom, Wasser und Heizung (in unserem Fall die Privaten Kosten und ggf Geschäftlichen)

In deinen Stundenlohn sollten aber nicht nur die Fixkosten berechnet werden, denn du musst im Urlaub oder bei Krankheit deine Kosten trotzdem weiter bezahlen, also nimm deine Fixkosten und teile diese nochmals durch zehn und nimm den Betrag noch mit zu deinen Fixkosten.
Außerdem solltest du jeden Monat noch ein Betrag für Maschinen bzw. Fortbildungen mit einkalkulieren. Je nach Größe würde ich hier anfangs 100€ wählen.
Jetzt hast du alle Kosten zusammen und kannst diese durch deine Arbeitszeit im Monat teilen.
FERTIG IST DEIN STUNDENLOHN!

Für deine Produktkalkulation fehlen jetzt noch die variablen Kosten. Also die Materialkosten für deine Produkte und deine Fertigungszeit. Für die Fertigungszeit stoppst du am besten eine Fertigung, so hast du die genaue Zeit.
Und wenn du das ganze jetzt wie die Profis machen möchtest, dann legst du das alles in einer Exceltabelle an und kannst du schnell Preisschwankungen anpassen und hast alles an einem Ort. Wenn dir Excel aber so überhaupt nicht liegt, dann nimm den einfacheren Weg und hol dir meine fertige Tabelle. Neben deiner Kalkulation kannst du hier auch noch dein Umsatz einpflegen und bist immer auf dem aktuellsten Stand.
Viel Spaß beim kalkulieren, wenn du Fragen hast melde dich!
